Frauen in die Technik!

Big Ideas - Big Names - Big Careers

Wettbewerb 2017

Kreativwettbewerb und Herbstkongress 2017

Einreichungen zum Wettbewerb bis 29.9.2017 möglich

Herbstkongress: 24.10.2017

Hedy Lamarr

Hedy Lamarr wurde am 9. November 1914 als Hedwig Eva Maria Kiesler in Wien geboren. Sie besuchte in ihrer Jugend das Max Reinhardt Seminar, eine berühmte Schauspielschule, und spielte bald Filmhauptrollen neben Schauspielgrößen wie Hans Moser oder Heinz Rühmann. Nach der Trennung von ihrem ersten Ehemann zog Lamarr nach London, wo sie für Hollywood-Filme entdeckt wurde. Ihren letzten Film drehte sie 1958.

Im Jahr 1940 lernte sie in ihrer Hollywood-Nachbarschaft den amerikanischen Komponisten George Antheil kennen, mit dem sie sich u.a. über Waffen auszutauschen begann. Basierend auf Antheils Versuch, eines seiner Musikstücke für 16 mechanische Klaviere zu synchronisieren, entwickelte Hedy Lamarr schließlich für das US-Militär eine Funkfernsteuerung für Torpedos, die im Jahr 1942 patentiert wurde. Diese Idee war zwar nicht neu, das Besondere an Lamarrs Entwurf war allerdings, dass die Fernsteuerung durch ständig wechselnde Frequenzen nur schwer anzupeilen und damit sehr störungssicher war. Das so genannte „Frequenzsprungverfahren“ ermöglichte Sender und Empfänger einen gleichzeitigen Frequenzwechsel durch identische Lochkarten.

Zwar wurde Lamarrs Erfindung im Zusammenhang mit der Torpedosteuerung niemals angewendet, allerdings findet der gleichzeitige Frequenzwechsel („frequency hopping“) in der modernen Kommunikationstechnik, wie z.B. GSM-Technik oder Bluetooth, wieder Verwendung.

Hedy Lamarr, die im Jahr 2000 verstarb, legte somit den technischen Grundstein für die Entwicklung der Mobiltelefonie.